Unsere Serie: 5 Fragen an... Adrien Pièce

Adrien Pièce hat kürzlich in Zürich konzertiert und fiel mit seinem Können auf. Am Flügel, obwohl er eigentlich gar nicht Pianist sei, sagte er eingangs des Konzertes in der Kirche Oberstrass. Die Musikpost.ch hat diesem jungen Klassik-Star 5 Fragen zukommen lassen.

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Musikpost.ch: Wie haben Sie begonnen zu musizieren? Wie kam es dazu?

Adrien Pièce: Die Musik war schon sehr früh in meinem Umfeld da, da mein Vater Klavierlehrer und meine Mutter Musikliebhaberin ist. Als Kleinkind war ich extrem neugierig auf vielen Instrumenten, nicht nur auf das Klavier, das sowieso im Haus stand, sondern auch alles was klingen konnte (inklusiv Pfannen und ziemliche exotische  Instrumente!). Obwohl ich ich sehr früh begonnen habe, Klavier zu spielen, war der Weg bis zum Berufsmusiker, nicht immer selbstverständlich - jedoch meine Leidenschaften und Interessen zu verfolgen, hat irgendwie immer gute Ergebnisse gegeben. Als Jugendlicher habe ich dann neue Facetten der Klassischen Musik entdeckt und habe mich für Alte Musik spezialisiert, was mich nach Basel geführt hat, wo ich später ein Master (Konzertfach) in Orgel und Cembalo abgeschlossen habe. Während meinem Studium haben Lehrer wie Pierre-Alain Clerc, Andrea Marcon und Rudi Lutz mich viel unterstützt und mir geholfen, meine musikalische Persönlichkeit zu entwickeln.

Jeden Tag ist man ja auf dem Weg zu neuen Entdeckungen und Entwicklungen, und die Liebe für Musik wird dadurch immer erneuert.

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Musikpost.ch: Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen?

Adiren Pièce: Im Moment, neben dem Klavier-Programm das ich in Zürich gerade gespielt habe, exploriere ich durch vielfältige Konzertprogramme verschiedene musikalische Welte. Zum Beispiel: am Cembalo, englische Barock Musik (mit dem Ensemble Ling’ring Lights, in Lausanne basiert), schweizerische Volksmusik in der duo-Besetzung Hackbrett und Orgel mit Nikita Pfister, und auch ein solo-Projekt auf einem seltenen Instrument, ein Claviorganum (Orgel und Cembalo im selben instrument), das ich bald auf CD aufnehmen werde. Ich arbeite auch viel im gebiet der Improvisation in der Renaissance, worüber ich eine Doktorarbeit schreibe. Natürlich bin ich dadurch oft auf Reisen in der Schweiz und im Ausland.

Musikpost.ch: Wovon träumen Sie noch?

Adrien Pièce: Ich habe immer geträumt, viel zu reisen, andere (Musik-) Kulturen zu entdecken und zu verstehen. Ein Mal ausser Europa, zum Beispiel in Asien zu spielen, wäre fantastisch. Die grösste Freude in Alltag ist, wenn ich ich neue Klänge entdecken lassen kann, und damit die Herzen und Geiste des Publikums irgendwie öffnen. 

Musikpost.ch: Als junger Mensch im Bereich Klassik unterwegs, ist man da nicht auch irgendwie ein Exot?

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Adrien Pièce: Das ist doch klar. Aber mit der Zeit finden Exoten immer einen Platz!

Musikpost.ch: Welche Musik fasziniert Sie besonders?

Adrien Pièce: Viele!  eigentlich schwierig zu sagen. Die ganze Musik um 1600 (Frescobaldi, Monteverdi) liegt mir seit lange am Herzen. In der Spätromantik schätze ich einige Werke von Fauré und Debussy. Aber völlig andere Sachen wie Indische und auch Japanische Musik faszinieren mich sehr, sowie manchmal einige Elektronische und zeitgenössische Musik. Generell würde ich sagen, was Qualität anbietet bleibt immer in den Ohren...

 

Künstlerpage:

 

 www.adrienpiece.com 

update 

14.08.2018

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